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Amtsleitungswechsel beim Finanzamt Göttingen

Hannover, 13. März 2025. Leitender Regierungsdirektor Thomas Heinisch ist der neue Leiter des Finanzamts Göttingen. Bereits im Januar hat Herr Heinisch die Nachfolge von Leitendem Regierungsdirektor Andreas Pohlmann angetreten, der nach fast zehn Jahren beim Finanzamt in Göttingen Ende letzten Jahres in den Ruhestand getreten ist.

Im Rahmen der aus Anlass des Amtsleitungswechsel heute stattfindenden Feierstunde verabschiedete der Vizepräsident des Landesamts für Steuern Niedersachsen, Karsten Pilz, Herrn Pohlmann. Er brachte ihm gegenüber Hochachtung und Anerkennung für seine berufliche Lebensleistung zum Ausdruck und wünschte ihm für seinen Ruhestand das Allerbeste, vor allem Gesundheit und Zufriedenheit.
Zugleich führte er Herrn Heinisch offiziell in seine neuen Aufgaben als Leiter des Finanzamts Göttingen ein und wünschte ihm viel Tatkraft und Erfolg sowie das nötige Quäntchen Glück, das man daneben immer gebrauchen könne.

Herr Heinisch ist im November 1993 beim Finanzamt Hannover-Land II in den Dienst der niedersächsischen Steuerverwaltung getreten. Nach Stationen in den Finanzämtern Herzberg am Harz, Göttingen und Goslar hat er 2010 beim Finanzamt Herzberg am Harz erstmals die Leitung eines Finanzamts übernommen. Im Rahmen der Strukturreform der niedersächsischen Steuerverwaltung sind ihm im März 2019 die Aufgaben der Ständigen Vertretung der Amtsleitung beim Finanzamt Northeim übertragen worden. Im Frühjahr 2020 übernahm er die Leitung des Finanzamts Hannover-Süd. Mitte 2021 führte es ihn zurück nach Northeim, indem er dort die Leitung übernahm und zugleich kommissarischer Leiter des Finanzamts Herzberg wurde. Im Rahmen der bereits erwähnten Strukturreform sind die beiden Finanzämter zum 1. Dezember 2021 zu dem neuen, größeren Finanzamt Northeim-Herzberg am Harz fusioniert. Von hier aus zog es Herrn Heinisch Anfang Januar 2025 an eine seiner ersten Stationen seiner beruflichen Laufbahn zurück, nämlich zum Finanzamt Göttingen.

Vizepräsident Pilz machte in seiner Rede deutlich, dass die Fülle und Komplexität der steuerlichen Gesetze eine wesentliche Herausforderung für die Steuerverwaltung darstelle. Das Jahressteuergesetz 2024 beinhalte etwa 130 Änderungen. Die Komplexität der Gesetze ergebe sich allerdings nicht nur allein aus dem fiskalischen Zweck, Einnahmen zu erzielen, sondern oft auch aus zusätzlichen Zielen, nämlich der Sozial-, Wirtschafts- oder Umweltpolitik. Hierbei sei die Neigung des Gesetzgebers zu beobachten, die vielfältigen Lebensrealitäten z. B. durch Sonderregelungen, Freibeträge und Ausnahmen stark zu differenzieren. Das Einkommensteuergesetz beispielsweise, habe derzeit 122 Paragrafen, von denen einige bis zum Buchstaben j reichen.
Aber es gebe Hoffnung, so Vizepräsident Pilz. Zum 1. Januar 2023 sei der sog. Digitalcheck eingeführt worden, der zum Ziel habe, Gesetzesvorhaben besser digital umzusetzen und in einer klaren, verständlichen Sprache zu verfassen. Ohne Digitalisierung werde es auch in der Steuerverwaltung nicht gehen. Hinter den Prozessen liegen aber immer Menschen. Der Schlüssel zu einer modernen und leistungsstarken Steuerverwaltung liege in ihrer Kompetenz und ihrem Engagement. Eine große Herausforderung bestehe deshalb darin, Nachwuchskräfte zu gewinnen und zu halten und mit den richtigen Maßnahmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu stärken, zu motivieren und zu fördern. In den letzten Jahren seien die Einstellungszahlen stetig erhöht worden. So konnte die Steuerakademie Niedersachsen 2024 mit 576 Anwärterinnen und Anwärtern den größten Einstellungsjahrgang seit ihrem Bestehen begrüßen; 2025 sollen es sogar 606 werden. Dabei sei es wichtig, die Steuerverwaltung als einen attraktiven Arbeitgeber zu präsentieren. „Wir bieten eine hochwertige, praxisnahe Ausbildung mit nahezu garantierter Übernahme, einen sicheren Arbeitsplatz mit flexiblen Arbeitszeiten - verbunden mit vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten“, so Vizepräsident Pilz. Eine der größten Stärken liege seines Erachtens darin, dass die Steuerverwaltung einen Beruf biete, der einen spürbaren Mehrwert für die Gesellschaft schaffe. Junge Menschen am Arbeitsmarkt suchen einen Sinn in ihrer Tätigkeit und möchten diesen auch finden. Das zeigen alle Untersuchungen, die sich mit der Motivation junger Leute beschäftigen. Vor dem Hintergrund des in jüngster Zeit professionalisierten Auftretens in den Sozialen Medien und am Arbeitsmarkt sei er deshalb davon überzeugt, dass die Steuerverwaltung auch in Zukunft eine ausreichende Zahl motivierter junger Menschen für die Arbeit in den Finanzämtern gewinnen könne.

Im Finanzamt Göttingen sind 258 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Jährlich werden rund 78.000 Einkommensteuerfälle, davon über 42.000 im Arbeitnehmerbereich, veranlagt. Über für 3.200 Körperschaften, davon mehr als 570 in Form von Vereinen, werden steuerlich geführt. Hinzu kommen noch rund 13.500 Fälle im Bereich der Umsatzsteuer.

Der räumliche Zuständigkeitsbereich des Finanzamts Göttingen erstreckt sich auf die Stadt Göttingen und den Landkreis Göttingen (ohne die Stadt Duderstadt und die Samtgemeinde Gieboldehausen). Der Finanzamtsbezirk umfasst eine Fläche von ca. 917 Quadratkilometern.

Weitere Informationen zum Finanzamt Göttingen und zur Steuerverwaltung Niedersachsen sind auf der Webseite des LStN unter https://lstn.niedersachsen.de/ zu finden. Hier findet man auch die filmische Kurz-Serie „Finanzamt. Einfach erklärt.“, mit der Interessierte einen nicht alltäglichen Blick hinter die Kulissen eines Finanzamts werfen können (https://lstn.niedersachsen.de/mediathek/finanzamt-einfach-erklaert-207889.html).

Herr Heinisch vor dem Finanzamt Göttingen Bildrechte: FA Göttingen
Thomas Heinisch, der neue Leiter des Finanzamts Göttingen
Bildrechte: LStN

Artikel-Informationen

erstellt am:
13.03.2025

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