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Vorsteherwechsel beim Finanzamt Hannover-Mitte

Leitender Regierungsdirektor Petersen ist neuer Vorsteher des Finanzamts Hannover-Mitte


Anlässlich einer Feierstunde am 14. November 2019 im Finanzamt (FA) Hannover-Mitte führte der Präsident des Landesamtes für Steuern Niedersachsen (LStN), Dieter Meyer, den Leitenden Regierungsdirektor Christian Petersen als neuen Vorsteher des FA ein und verabschiedete den bisherigen Vorsteher, Leitenden Regierungsdirektor Andreas Sinning, der das FA von März 2017 an geleitet hatte. Er dankte diesem für sein starkes Engagement und die geleistete Arbeit und wünschte ihm für seine neue Tätigkeit als Vorsteher des FA Braunschweig-Wilhelmstraße viel Glück und Erfolg.

Herr Petersen trat im Mai 1991 beim FA Braunschweig-Altewiekring in den Dienst der niedersächsischen Steuerverwaltung ein. Sein weiterer Weg führte ihn in verschiedenen Führungspositionen über die FÄ Braunschweig-Wilhelmstraße, Großbetriebsprüfung Hannover, Hildesheim, Hannover-Land I und Alfeld, bei dem er erstmals die selbständige Leitung eines Finanzamts übernahm, an das LStN (die ehemalige Oberfinanzdirektion) als Referatsleiter für allgemeine Organisations- und Verwaltungsangelegenheiten. Von dort aus erfolgte schließlich sein Wechsel zum Finanzamt Hannover-Mitte, bei dem er bereits zum 1. Oktober 2019 seinen Dienst aufgenommen hat.

Präsident Meyer wies in seiner Rede auf die zurzeit tiefgreifenden Veränderungen in der Steuerverwaltung hin. Hierbei hob er zunächst die von der Landesregierung 2018 beschlossene Strukturreform der niedersächsischen FÄ hervor. Die dabei vorgesehene Reduzierung der FÄ von 67 auf 59 hat mit der zum 1. April 2019 erfolgten Fusion der FÄ Uelzen und Lüchow zum FA Uelzen-Lüchow begonnen. Zum 1. Dezember 2019 wird die zweite Fusion, nämlich die der FÄ Hildesheim und Alfeld zum FA Hildesheim-Alfeld, folgen.

„Aber auch die Digitalisierung unserer Verwaltung ist in vollem Gange und längst nicht abgeschlossen“, so Präsident Meyer. Die im Rahmen der Digitalisierung eingesetzte Informationstechnik führe zwar dazu, dass den Beschäftigten die Arbeit an vielen Stellen erleichtert werde. Jedoch sieht sich die Steuerverwaltung immer wieder zusätzlichen neuen Aufgaben gegenüber, die bewältigt werden müssen. Als Beispiele nannte er dabei die anstehende Grundsteuerreform, in deren Zuge allein die niedersächsische Steuerverwaltung etwa 3,5 Mio. wirtschaftliche Einheiten neu bewerten müsse, und den internationalen Steuerdatenaustausch (INKA), bei dem zahlreiches Kontrollmaterial auszuwerten sein wird.

Als weitere Herausforderung bezeichnete Präsident Meyer die erforderlich Ausstattung der niedersächsischen Steuerverwaltung mit ausreichend geeignetem Personal, die sich insbesondere auch vor dem Hintergrund des demografischen Wandels zunehmend schwieriger gestalte. Die Personalausstattung sei schon seit längerer Zeit rückläufig. Um die zahlreichen Altersabgänge wenigstens annähernd auszugleichen, sind in den letzten 5 Jahren erhebliche Anstrengungen unternommen worden. So sind 1.124 Nachwuchskräfte im ehemals gehobenen Dienst und 1.163 im ehemals mittleren Dienst an Bord genommen worden. Dieses Jahr wurden wieder 225 bzw. 262 Anwärterinnen und Anwärter eingestellt. Das LStN unterstütze die Anwärtergewinnung hierbei durch flankierende Maßnahmen, wie z. B. der Einrichtung von möglichen Online-Bewerbungen und der Veröffentlichung von Werbe-Videos.

Zum Abschluss wünschte Präsident Meyer Herrn Petersen viel Glück und Erfolg für seine neue Aufgabe und dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des FA für ihr großes Engagement, mit dem sie sich Tag für Tag für die Angelegenheiten der Steuerverwaltung einsetzen.

Das FA Hannover-Mitte hat 233 Beschäftigte und hatte in 2018 ein Aufkommen an Besitz- und Verkehrsteuern von knapp über 1 Mrd. Euro.

Presseinformation
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14.11.2019

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