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Amtsleitungswechsel beim Finanzamt Wilhelmshaven

Hannover, 7. Februar 2025. Leitende Regierungsdirektorin Ina Goldmann ist seit dem 1. Februar die neue Leiterin des Finanzamts Wilhelmshaven. In der heutigen Feierstunde führte der Vizepräsident des Landesamts für Steuern Niedersachsen, Karsten Pilz, Frau Goldmann in ihr neues Amt ein und verabschiedete den bisherigen Leiter des Finanzamts, Leitenden Regierungsdirektor Klaus Holger Langer, der das Finanzamt seit Juni 2017 geleitet hatte und insgesamt mehr als 33 Jahre der Steuerverwaltung angehört hat.

Die neue Amtsleiterin, Frau Goldmann, ist 1993 beim Finanzamt Verden in die niedersächsische Steuerverwaltung eingetreten. Als Führungskraft war sie seit Ende 2000 vorwiegend in den Finanzämtern Westerstede und Wilhelmshaven tätig. Bei letzterem von 2009 bis September 2021 in der Funktion als ständige Vertretung der Amtsleitung. Mit ihrem Wechsel zum Finanzamt Nordenham im September 2021 übernahm sie erstmals die Leitung eines Finanzamts. Im Mai 2022 erfolgte der Wechsel an das Finanzamts Cloppenburg, von dem sie nunmehr nach Wilhelmshaven wechselte.

Vizepräsident Pilz ging in seiner Rede auf die bestehende Herausforderung, die Steuerverwaltung mit ausreichend geeignetem Personal auszustatten, ein und machte deutlich, dass rund ein Viertel des Personals bis Ende 2027 voraussichtlich ausscheiden werde. Die Steuerverwaltung bereite sich jedoch darauf vor und unternehme erhebliche Anstrengungen, um einem Personaldefizit entgegenzutreten. So konnte die Steuerverwaltung im vergangenen Jahr den größten Einstellungsjahrgang seit Bestehen der Steuerakademie Niedersachsen begrüßen. Aber damit gebe sich die Steuerverwaltung nicht zufrieden, sondern plane für dieses Jahr mit 606 Neueinstellungen (328 im ehem. mittleren Dienst und 278 im ehem. gehobenen Dienst).

Herausforderung und Aufgabe seien auch in den nächsten Jahren, motivierte Menschen zu gewinnen, die in der Steuerverwaltung ihre berufliche Heimat finden möchten. Sowohl in den Finanzämtern als auch im Landesamt werde sich in vielfältiger Art bemüht, die Steuerverwaltung als attraktiven Arbeitgeber zu präsentieren, um die angebotenen Ausbildungsplätze mit geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern besetzen zu können. „Ich betone geeignet, weil es nicht damit getan ist, den Ausbildungsplatz nur zu besetzen“, so Vizepräsident Pilz. Das Steuerrecht sei eine komplexe, schwierige Materie, die den jungen Leuten in der Ausbildung viel abverlange. Deshalb müsse eine halbwegs sichere Prognose erwarten lassen, dass sie die Ausbildung erfolgreich abschließen. Um dieses Ziel zu erreichen, investiere die Steuerverwaltung viel Zeit und Geld in die Qualifikation, um durch geeignetes Lehrpersonal und auch mit Hilfe technischer Unterstützung den Ausbildungserfolg weit möglichst zu fördern.

Aber auch bei der Nachwuchswerbung werden neue Wege eingeschlagen. Das Landesamt habe eigens zwei Marketing und Communications Manager eingestellt. Neben bereits stattfindenden Werbemaßnahmen auf Facebook, YouTube und Instagram, gebe es Überlegungen, für die Finanzämter die Erstellung von WhatsApp-Channels zu schaffen, um so konkrete Interessen amtsspezifisch und noch individueller ansprechen zu können.

Dies alles seien aber nur Bausteine in einem Gesamtwerk. Er sehe weiterhin eine deutliche Herausforderung darin, das Bild der Steuerverwaltung in der Öffentlichkeit positiv zu gestalten. Die Steuerverwaltung sei für das Funktionieren unseres Gemeinwesens von zentraler Bedeutung und stelle deshalb eine wesentliche Säule dar. Das Geld, das sie festsetze und erhebe, ermögliche es erst, dieses Land in Gang zu halten, in dem genügende Mittel für Infrastruktur, Personal, aber auch die Verwirklichung politischer Ziele vorhanden seien. Schulen, Krankenhäuser, Klimaschutz, Straßen und öffentliche Sicherheit – all dies seien Bereiche, die auf eine solide finanzielle Basis angewiesen sind.

Das Finanzamt Wilhelmshaven mit seinen 200 Beschäftigten, darunter 26 Auszubildende und 2 Jahrespraktikanten, ist für rd. 61.000 Einkommensteuerfälle zuständig, fast zwei Drittel dieser Steuerfälle werden im Arbeitnehmerbereich geführt. Daneben ist es noch für 890 Vereine und etwas mehr als 1.300 weitere Körperschaften zuständig. Das Steueraufkommen betrug 2024 mehr als 906 Mio. Euro. Der Bezirk des Finanzamts umfasst den Stadtkreis Wilhelmshaven und den Landkreis Friesland mit seinen verschiedenen Städten und Gemeinden. Hinzu kommen noch das niedersächsische Küstengewässer und ein zugeordneter Anteil am Festlandsockel.

Im Juni 2019 hat die Stadt Wilhelmshaven ihr 150-jähriges Bestehen mit dem Tag der Niedersachsen gefeiert. Auch die niedersächsische Steuerverwaltung war dort mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, insbesondere denen des Finanzamts Wilhelmshaven, vertreten, um sich zu präsentieren. Doch nicht nur die recht junge Stadt Wilhelmshaven kann auf eine über 100-jährige Geschichte zurückblicken, sondern auch das Finanzamt Wilhelmshaven, das im Jahr 2020 schon 100 Jahre alt bzw. jung geworden ist.

Weitere Informationen zum Finanzamt Wilhelmshaven und zur Steuerverwaltung Niedersachsen sind auf der Webseite des LStN unter https://lstn.niedersachsen.de/ zu finden. Hier findet man auch die filmische Kurz-Serie „Finanzamt. Einfach erklärt.“, mit der Interessierte einen nicht alltäglichen Blick hinter die Kulissen eines Finanzamts werfen können (https://lstn.niedersachsen.de/mediathek/finanzamt-einfach-erklaert-207889.html).

Ina Goldmann, die neue Leiterin der Finanzamts Wilhelmshaven Bildrechte: FA Wilhelmshaven
Ina Goldmann, die neue Leiterin der Finanzamts Wilhelmshaven
Bildrechte: LStN

Artikel-Informationen

erstellt am:
07.02.2025

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