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Kleiner Ratgeber für Lohnsteuerzahler 2017

Unterhalten Sie bedürftige Angehörige?


Unterhalten Sie bedürftige Angehörige, für die weder Sie noch eine andere Personen Anspruch auf einen Freibetrag für Kinder oder Kindergeld haben und die Ihnen oder Ihrem Ehegatten bzw. Lebenspartner gegenüber gesetzlich unterhaltsberechtigt sind (z.B. Eltern, Großeltern und Kinder), können Sie Aufwendungen für jede unterhaltene Person bis zu 8.652 Euro (für 2017 voraussichtlich: 8.820 Euro) jährlich geltend machen. Ist die unterhaltene Person im Ausland ansässig, so können 1/4, 1/2 oder 3/4 verminderte Beträge in Betracht kommen. Der Betrag erhöht sich um die für die Grundabsicherung der unterhaltenen Person aufgewandten Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge, soweit diese nicht bereits als Sonderausgaben abziehbar sind.

Werden andere Personen unterhalten, können die Aufwendungen nur berücksichtigt werden, wenn bei der unterhaltenen Person zum Unterhalt bestimmte inländische öffentliche Mittel (z.B. sog. Arbeitslosengeld II) mit Rücksicht auf Ihre Unterhaltsleistungen gekürzt worden sind oder bei entsprechender Antragstellung gekürzt worden wären und es sich bei dem Unterhaltsempfänger entweder um eine Person handelt, mit der sie in einer ehe-/lebenspartnerschaftähnlichen Gemeinschaft leben, oder um Verwandte oder Verschwägerte, mit denen Sie eine Haushaltsgemeinschaft bilden. Unterhaltsleistungen an Ihren geschiedenen oder dauernd getrennt lebenden Ehegatten, Lebenspartner nach Auflösung der Lebenspartnerschaft oder den dauernd getrennt lebenden Lebenspartner sind als außergewöhnliche Belastung nur abziehbar, wenn dafür nicht der Sonderausgabenabzug beantragt wird. Unterhaltsleistungen an den nicht dauernd getrennt lebenden Ehegatten oder Lebenspartner sind nur abziehbar, wenn dieser während des gesamten Kalenderjahres im Ausland ansässig ist und nicht als unbeschränkt einkommensteuerpflichtig behandelt wird.

Der insgesamt abziehbare Höchstbetrag vermindert sich um die eigenen Einkünfte und Bezüge der unterhaltenen Person, soweit diese 624 Euro im Kalenderjahr übersteigen, sowie um die von der unterhaltenen Person als Ausbildungshilfe aus öffentlichen Mitteln oder von Förderungseinrichtungen, die hierfür öffentliche Mittel erhalten, bezogenen Zuschüsse. Darlehensweise gewährte Leistungen werden nicht angerechnet. Ist die unterhaltene Person im Ausland ansässig, so können um 1/4, 1/2 oder 3/4 verminderte Beträge in Betracht kommen.

Krankheits- oder Pflegekosten, die Sie für eine bedürftige Person zwangsläufig aufwenden, können neben den Unterhaltsaufwendungen unter Anrechnung einer zumutbaren Belastung berücksichtigt werden.

Hierfür ist die Angabe der erteilten IdNr. der unterhaltenen Person erforderlich, wenn diese der unbeschränkten oder beschränkten Einkommensteuerpflicht unterliegt. Die unterhaltene Person muss Ihnen hierfür ihre IdNr. mitteilen. Andernfalls können Sie die IdNr. der unterhaltenen Person bei Ihrem Finanzamt erfragen.

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^ Außergewöhnliche Belastungen (Übersicht)
> Freibetrag für den Sonderbedarf bei Berufsausbildung

Kleiner Ratgeber für Lohnsteuerzahler 2017
Info-Hotline

Tel. 0800 - 998 0 997 (kostenlos)
(Mo. - Do. von 8 - 18 Uhr und Fr. von 8 - 15 Uhr (außer an gesetzl. Feiertagen))

Die Info-Hotline der niedersächsischen Finanzämter beantwortet Ihnen allgemeine Fragen zum Lohn- und Einkommensteuerrecht.

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