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Informationen für Steuerberaterinnen/Steuerberater

Aufgrund der Grundsteuerreform ist jede Eigentümerin und jeder Eigentümer einer wirtschaftlichen Einheit (bebautes oder unbebautes Grundstück sowie Betriebe der Land- und Forstwirtschaft) verpflichtet, eine Erklärung zur Feststellung des Grundsteuerwertes (LuF-Vermögen) bzw. der Äquivalenzbeträge (Grundvermögen) - kurz: Feststellungserklärung - elektronisch beim zuständigen Finanzamt einzureichen.

Über www.elster.de steht Ihnen voraussichtlich ab dem 01.07.2022 die kostenlose Möglichkeit der elektronischen Erklärungsabgabe zur Verfügung. Die Feststellungserklärung ist grundsätzlich bis zum 31.10.2022 beim zuständigen Finanzamt einzureichen. Die Frist wird durch öffentliche Bekanntgabe festgesetzt. Um einen möglichst reibungslosen Verlauf der Hauptfeststellung zu gewährleisten, ist es wichtig, dass Sie die Feststellungserklärungen laufend erstellen und innerhalb eines leistbaren Zeitrahmens übermitteln.

Alternativ besteht über die ERiC-Schnittstelle (Elster Rich Client) die Möglichkeit, dass auch Drittsoftwareanbieter in eigener Initiative einen entsprechenden Übertragungsweg an ELSTER programmieren können.

Sämtliche beim Finanzamt hinterlegten Vollmachten können im neuen Bewertungsverfahren nicht maschinell berücksichtigt werden. Daher werden Informationsschreiben mit Hinweisen zur Grundsteuerreform direkt an Ihre Mandanten versendet.

Hinweis:
Bislang konnten Sie nur für die Verfahren zur Feststellung von Einheitswerten bevollmächtigt werden. In der Umsetzung des Grundsteuerreformgesetzes basiert das zukünftige Bewertungsverfahren auf Grundsteuerwerten bzw. Äquivalenzbeträgen.
Ihre gegebenenfalls dem Finanzamt vorliegenden Vollmachten erstrecken sich nicht auf die Hauptfeststellung zum 01.01.2022. Zur Vermeidung zusätzlichen Verwaltungsaufwands bitten wir Sie darum, Vollmachten nur im Rahmen der elektronischen Abgabe der Feststellungserklärung anzuzeigen. Diese werden dann für die Zukunft berücksichtigt.


Hinweis für Lohnsteuerhilfevereine:
Nach derzeitiger Gesetzeslage sind Lohnsteuerhilfevereine nicht befugt, Steuerpflichtige bei der Erstellung der Feststellungserklärung zu unterstützen. Die Referatsleiter Steuerberatungsrecht der Länder verweisen auf die gesetzliche Grundlage in § 4 Nr. 11 StBerG, worin die Hilfe in diesen Steuersachen nicht aufgeführt ist.
Neue Werte: Grundsteuerreform in Niedesachsen Bildrechte: LStN
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